l

Kurzinfos zu Testverfahren

Downloads und Arbeitshilfen finden Sie auch hier: Drücken
Hier erhalten Sie Hinweise, welche der aufgeführten Tests referiert werden: Drücken

KABC-II: Einerseits ist dieses Verfahren gut geeignet, um differenzierte Hinweise auf Ressourcen und Schwächen zu erhalten, andererseites handelt es sich auch um ein (über-) komplexes Verfahren mit sehr vielen Regeln. Basiert auf zwei Intelligenzkonzepten. 18 Subtests (ca. die Hälfte in Anlehnung an den Vorgänger K-ABC) werden maximal 5 übergeordneten Bereichen (Indices) zugeordnet. Die Computerauswertung ist ausgezeichnet.

K-ABC: Umfangreiche Testbatterie mit mehreren Untertests. Hat vier Hauptskalen: Einzelheitliches Denken; Ganzheitliches Denken (zusammen: Intelligenz); Sprachfreie Skala und Fertigkeitenteil (mit Lese- und Rechentest). Die Durchführung ist kindgerecht, die Normierung leider veraltet. Bei diesem Test lassen sich gut Lernstrategien und Lerneffekte beobachen sowie Problemlösungsverhalten. Der Subtest "Gesichter und Orte" ist umstritten. Auf Grund der veralteten Materialien und des Flynn-Effektes sollte die K-ABC nicht mehr angewendet werden. Differentialdiagnose K-ABC» Anleitung zur Differentialdiagnose» Durchführungshilfe K-ABC ». Arbeitsgruppe K-ABC »

WISC-IV: Sehr umfangreiche Testbatterie mit mehreren Skalen. Im Gegensatz zum HAWIK III weniger Verbalanteile, was qualifiziertere Aussagen bei schwächeren Kindern ermöglicht. Einige Subtests dauern sehr lange und einige Items sind umstritten. Die Normierung ist neu und die Tests sind kindgerecht. Da der WISC-V nun erschienen ist, sollte der Einsatz des WISC-IV über kurz oder lang eingestellt werden. Differentialdiagnose Hawik-IV »

WISC-V: Fünf primäre und fünf sekundäre Indices lassen umfangreiche Ableitungen von Stärken und Schwächen zu. Das theoretische Gerüst ist solider als beim Vorgänger und die Durchführung ähnelt sich, da lediglich drei neue Subtests hinzugekommen sind. Es besteht auch die Möglichkeit der digitalen Durchführung mit Tablets.

WPPSI-III: Umfangreiche Testbatterie für jüngere Kinder aus der Wechsler Testreihe. Abwechslungsreiches und kindgerechtes Material. Da der HAWIK/WISC eher für ältere Kinder geeignet ist, schließt der WPPSI-III eine Lücke. Dieser Test ist gut geeignet für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren. Juni 2018 ist der Nachfolger WPPSI-IV erschienen.

WNV: Ein 2014 erschienener Test aus der Wechsler-Reihe, der auch komplett nonverbal durchgeführt werden kann. Für Kinder von 4-21 Jahren. Mit dem WNV bekommt der überteuerte SON R 6-40 endlich Konkurrenz im Bereich der nonverbalen Testung älterer Kinder/Jugendlicher.
Je nach Alter werden vier unterschiedliche Subtests durchgeführt, die teils aus anderen Wechsler-Tests entnommen sind. Testrezension WNV

SDQ: Ein kurzer Persönlichkeitstest für den ersten Eindruck, der in vielen Sprachen durchgeführt und dem Internet gratis entnommen werden kann: SDQ

SON: Ein Leistungstest mit wenig, bei Bedarf keinen Sprachanteilen. Der Test ist gut geeignet für Kinder mit Migrationshintergurnd oder Sprachproblemen. Dieser Test (in 2 Versionen für jüngere bzw. älter Kinder/Jugendliche) findet Anwendung bei Verdacht auf Entwicklungsverzögerungen. Seit Februar 2013 gibt es den (sehr teuren) SON-R 6-40 als Nachfolger des SON-R 5 1/2-17. Arbeitsgruppe SON » Info der Förderschule BFZ Drachenfeld SON 2 1/2 - 7 »

IDS: Eine Testbatterie für Kinder von 5-10 Jahren. In 19 Subtests wird neben der Intelligenz auch die allgemeine Entwicklung (Psychomotorik; Sozial-Emotionale Kompetenz; Mathematik; Sprache; Leistungsmotivation) gemessen. Die ids-II ist in Arbeit. Ab 3. Quartal 2018 kommt die IDS-2 auf den Markt.

CFT 1-R/CFT 20-R: Kürzere Tests, die rein visuell aufgebaut sind. Sie sind sprach- und kulturfair, also gut für Kinder mit Migrationshintergrund oder Sprachproblemen geeignet. Diese Tests bringen den Kindern Spaß (bis auf Subtest 4 beim CFT-R 20, der oft nicht verstanden wird von schwächeren Kindern/Jugendlichen). Der CFT ist ein Ergänzungstest und sollte nicht ausschließlich angewendet werden. Seit Anfang 2013 ist der neunormierte CFT1-R auf dem Markt.

DISYPS II: In verschiedenen Fragebögen (teilweise für über 11jährige Kinder selbst) werden von Bezugspersonen oder Fachleuten klinisch relevante Symptome erfragt für die wichtigsten Verhaltensauffälligkeiten im Kinder- und Jugendbereich (z.B. Depressionen; Änste; AD(H)S; oppositionelles Verhalten; Autismus usw.)

PFK 9-14: Ein ausgezeichnetes Verfahren, um Fördermaßnahmen zu entwickeln. Dieser Test eignet sich gut im Förderschulbereich. Die Kinder füllen drei Fragebögen aus und es entsteht ein Persönlichkeitsprofil mit 15 Kategorien. Hier eine Zusammenfassung der 15 Kategorien

CBCL/6-18 R: Ein Fragebogen misst die Skalen "Soziale Probleme", "Regelverletzendes Verhalten", "Aggressivität", "Aufmerksamkeit", "Rückzüglich" und andere. Gibt einen ersten Überblick über die Probleme (aus Sicht der Bezugspersonen) und kann ohne großen Aufwand von den Bezugspersonen ausgefüllt werden, während man ein Kind testet. Es gibt auch Versionen für Lehrkräfte und für die Kinder/ Jugendlichen selbst.

FEPAA: Fragebogen zur Erfassung von Empathie, Prosozialität, Aggressionsbereitschaft und aggressivem Verhalten (12-16 Jahren)

FEESS: Fragebogen zur Erfassung emotionaler und sozialer Schulerfahrungen von Grundschulkindern. Misst das Ausmaß, in dem ein Kind sich durch MitschülerInnen und LehrerInnen angenommen und wohl fühlt, ob die Kinder sozial angemessen und freundschaftlich miteinander umgehen, ob ein Kind sich den schulischen Aufgaben gewachsen fühlt und ob ein Kind Anstrengungsbereitschaft und Lernfreude zeigt.

BASYS: Umfangreiches Beobachtungssystem mit Auswertungs- und guter Schulungs-CD. Es werden verschiedene Formen aggressiven Verhaltens beobachtet und dokumentiert. So kann z.B. gut erfasst werden, von wem aggressives Verhalten ausgeht, welchen Formen und welchen Motiven das Verhalten zuzuordnen ist und auch, wer Ziel der Aggressionen ist. Dient gut als Grundlage von Interventionen.